20
Okt

Überall wo wir sind


 

In Kooperation mit dem Husumer Filmclub zeigt der Ambulante Hospiz-Dienst Husum am Sonntag um 18:00 Uhr im Kinocenter Husum


den Dokumentarfilm eine Berliner Familie zwischen Festhalten und Loslassen, eine Geschichte, die im Tod das Leben feiert.

Heiko, ein 29-jähriger lebensfroher Tanzlehrer aus Berlin, kämpft seit sieben Jahren mit einer tödlichen Krankheit. Als sich seine Familie und seine Freunde daran gewöhnt haben, dass Heiko allen Prognosen zum Trotz einfach weiterlebt, erhält er die Diagnose, dass ihm nun nicht mehr viel Zeit bleibt, und er kehrt zum Sterben in sein Elternhaus zurück. Aber auch jetzt geben Heiko und vor allem sein Vater Jürgen die Hoffnung auf ein Wunder nicht auf. Seine Mutter Karin versucht hingegen, ihn auf das Bevorstehende vorzubereiten. Sie würde ihrem Sohn gern von ihrer Nahtoderfahrung erzählen, findet aber nicht den passenden Moment. Tag und Nacht verbringen viele Freunde und Verwandte Zeit bei Heiko am Bett, um noch einmal in seiner Nähe zu sein, gemeinsam zu weinen und auch herzhaft zu lachen. Heikos Schwester stürzt sich auf Organisatorisches uns sucht Halt in einer gewissen Distanz. Die Formen des Umgangs mit dem Verlust und der Trauer sind so unterschiedlich wie die Betroffenen selbst.

Die Regisseurin Veronika Kaserer ist anwesenden und beantwortet gerne im Anschluss Fragen aus dem Publikum.

Auf der Berlinale 2018 wurde der Dokumentarfilm "Überall wo wir sind" mit dem Kompass-Perspektive-Preis ausgezeichnet.